>>Kultur umsonst von Detlef Cordes
>>Kirchenlieder
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Auftritt im Kindergarten
- Ich hatte einen Auftritt im Kindergarten mit Liedern zum Mitspielen. Alles
war gut gelaufen, die Gruppe hatte eigene Ideen eingebracht, mitgesungen,
mitgespielt auf der Grundlage meiner Kinderlieder. Allein das Lied "Pauli
Pinguin" hatte die Kinder eine Viertelstunde fröhlich beschäftigt.
- Anschließend kam die Leiterin zu mir und fragte mich nach Noten zu meinen
Liedern. "Die kann ich ihnen gern verkaufen." sagte ich und überreichte
ihr ein Exemplar meiner im Selbstverlag herausgegebenen Lieder. - "Gut",
sagte sie, "ich nehme ein Exemplar. Wir können das dann ja für die
einzelnen Gruppen hochkopieren."
- Für mich war das eine kalte Dusche und eine der Grundlagen für meinen
Entschluss, keine
Noten mehr anzubieten. Hier war ein mir positiv gesonnener, freundlicher
Mensch, der sich arglos über meine Rechte hinwegsetzte ohne das auch nur
zu bemerken.
- Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits -zig Verlagen meine Lieder angeboten.
"Schöne Lieder, schlüssiges Konzept, aber: bringt nichts"
war das Feedback. "So etwas können wir nicht in der nötigen Stückzahl verkaufen."
Ich weiß, dass Kindergärten und Schulen sparen müssen, dass die meisten
Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer mit einer großen Portion
Idealismus bei der Arbeit sind.
- Aber wer ein Notenheft mit Vorschlägen zum Mitspielen herausbringt, muss
dafür bekomen, das in einer Relation zum Aufwand steht. Für dieses Problem
habe ich bis jetzt keine Lösung. Wenn ich ein Notenheft verkaufe und eine
mehrfache Anzahl von Menschen arbeitet danach mit meinen Liedern ohne das
ich irgendetwas davon habe, dann ist das für mich nicht praktikabel.
- Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand einen Lösungsansatz oder
eine Meinung dazu hätte - per Mail
oder Kommentar.
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persönlich
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